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Unser Organismus besteht zu über 70 % aus Wasser. Ein Mangel an Wasser (= Dehydratation / Exsikkose) führt beim Menschen zu gravierenden gesundheitlichen Problemen.

In diesem Fall werden die Funktionen des Körpers, die auf das Wasser angewiesen sind, eingeschränkt. Schon bei 0,5 % Wassermangel entsteht Durst.

Die Folgen von Wassermangel

Bei 2 % Wassermangel ist die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit sind weitere Folgen. Ab 5 % Wassermangel ist der Blutfluss beeinträchtigt (das Risiko von Thrombosen in den Blutgefäßen steigt).

Folgen des Wassermangels an einer Person mit 90 Kilogramm (50 Liter Körperflüssigkeit)

 

Bild: © York | fotolia.de

Wasserverlust in % Folgen
    0,5 Durst
    2,0 Leistungsfähigkeit Beeinträchtigt, Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit
    5,0 Blutfluss beeinträchtigt
   10,0 Desorientierung, Schwindel, Schwäche
> 10,0 Tod

 

Wie viel soll ein Mensch pro Tag trinken?

Was den täglichen Wasserbedarf betrifft, übertreffen sich viele Empfehlungen gegenseitig. Teilweise wird zu mehreren Litern pro Tag geraten. Dies ist völlig unbegründet, denn übermäßig hohe Trinkmengen haben keine nachweislichen Vorteile für den Organismus.

Überschüssiges Wasser wird über die Nieren ausgeschieden, die Ausscheidungsmenge erhöht sich und der Urin ist dadurch schwächer konzentriert. Dadurch findet keine effizientere “Entgiftung“ statt.

Unter Normalbedingungen ist ein Wasserkonsum von etwa 2,5 Litern täglich empfehlenswert.

Ausgehend von ca. 300 ml Oxidationswasser, welches bei Verbrennungsprozessen im Körper entsteht (Verbrennung von Fettsäuren und von Glukose), und von ca. 700 ml Wasser, die mit fester Nahrung aufgenommen werden, müssen noch ca. 1.5 Liter getrunken werden, um die Flüssigkeitsbilanz auszugleichen.n.

Wasser - Elixier des Lebens

Foto: © Maximus  | fotolia.de

Bei körperlicher Arbeit (z. B. bei sportlichen Aktivitäten) und heißen Temperaturen kann der tägliche Wasserbedarf auf das 3- bis 4-fache steigern, in extremen Situationen auf über 10 l.

Gelten Koffein und Alkohol als Getränk?

Entgegen der noch immer allgemein herrschenden Meinung, das Koffein und Alkohol dem Organismus Wasser entziehen, sollen koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und Tee auch in die Flüssigkeitsbilanz eingerechnet werden, weil sie nur kurzfristig harntreibend wirken.

Wer möchte, kann zum Kaffee ein Glas Wasser trinken. Bei maßvollem Konsum sollen alkoholische Getränke wie z. B. Bier grundsätzlich auch in die Flüssigkeitsbilanz einbezogen werden, zumal Alkohol erst in höheren Dosen kurzfristig harntreibend wirkt.

Bei einem gesunden Menschen begünstigt ein hoher Wasserkonsum die Arbeit der Niere und des Kreislaufs. Jedoch kann das exzessive Trinken großer Wassermengen (mehr als 20 L/Tag) ebenfalls zu gesundheitlichen Schäden führen.

Ein Mangel an Salzen (Hyponatriämie) kann hierbei zu permanenten neurologischen Schäden oder zum Tod führen.

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 10. Jun 2018 @ 9:24 überarbeitet.

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