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Hier findest du eine Vorlage einer Haftungsausschlusserklärung für freiberufliche Personaltrainer. Der Stand des Inhaltes ist vom November 2012. Der Text wurde dato von einem Anwalt gegengelesen.

Dieser Text ist von mir lizensiert unter CC BY-SA 3.0 DE

Die Nutzung der folgenden Haftungsausschlusserklärung geschieht auf eigene Verantwortung. Ich übernehme ausdrücklich keinerlei Verantwortung bzw. Haftung für die Richtigkeit bzw. Rechtskonformität dieser Vorlage.

Vorlage Haftungsausschlusserklärung

1.

Meine Teilnahme am Personal-Training von [hier deinen Namen einsetzen] oder seinem Vertreter / seiner Vertreterin erfolgt auf eigene Gefahr und eigenes Risiko.

2.

Ich verzichte hiermit ausdrücklich auf sämtliche Ansprüche – gleich welcher Art – aus Schadensfällen, Verletzungen oder Folgeschädigungen:

  • die im Zusammenhang mit meiner Teilnahme am Personal-Training,
  • dem Training nach den von Personal-Trainer [hier deinen Namen einsetzen] erstellten Trainingsplänen,
  • der Durchführung von Testverfahren zur Ermittlung der körperlichen Fitness (z. B. Laktatstufentest oder PWC-Test),
    eintreten könnten, es sei denn, die vorstehend genannten Personen handeln vorsätzlich oder grob fahrlässig.

3.

Auch für Sachschäden wird eine Haftung vonseiten des Personal-Trainers [hier deinen Namen einsetzen] oder seinem Vertreter / seiner Vertreterin ausgeschlossen.

4.

Ich versichere, sportgesund zu sein. Ich habe mich bei einem Arzt meines Gesundheitszustandes versichert. Habe ich darauf verzichtet, so tue ich dies auf eigene Verantwortung.

5. Für gesundheitliche Risiken, auch solche, die mir selbst aktuell nicht bekannt sind, übernimmt der Personal-Trainer [hier deinen Namen einsetzen] oder sein Vertreter / seine Vertreterin im Falle eines Unfalls oder Schadens keine Haftung.

6.

Jede Erkrankung und auch plötzliche Befindlichkeitsänderungen wie Übelkeit, Schwindel, Schmerz, Herzrasen oder Ähnlichem werde ich sofort dem Personal-Trainer [hier deinen Namen einsetzen] oder seinem Vertreter / seiner Vertreterin mitteilen und gegebenenfalls das Training abbrechen.

7.

Ich bin gegen Unfälle und Verletzungen, die im Rahmen des Personal-Trainings auftreten können, versichert. Gleiches gilt für den direkten Weg von und zum Trainingsort. Ist dies nicht der Fall, geschieht dies auf meine Verantwortung.

8.

Ich habe mich über den Inhalt dieser Haftungsausschlusserklärung vollständig informiert, indem ich diese gelesen habe, bevor ich meine Unterschrift leiste.

Datum und Unterschrift

Ende der Vorlage Haftungsausschlusserklärung

Tipp: Nachdem du den Text auf deine Bedürfnisse angepasst hast, lass ihn von einem Anwalt gegenlesen. Kostet nicht viel und gibt Rechtssicherheit.

Vorlage Haftungsausschluss (PDF) herunterladen

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 17. Jun 2018 @ 10:43 überarbeitet.

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Hier findest du die Vorlage einer AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) – auch Vertragsbedingungen genannt – für freiberufliche Personaltrainer. Einfach den Text an deine Bedürfnisse anpassen. Der Stand des Inhaltes ist vom November 2012. Der Text wurde dato von einem Anwalt gegengelesen.

Dieser Text ist lizensiert unter CC BY-SA 3.0 DE.

Die Nutzung der folgenden Vorlage geschieht auf eigene Verantwortung. Ich übernehme ausdrücklich keinerlei Verantwortung bzw. Haftung für die Richtigkeit bzw. Rechtskonformität der Vorlage.

Vorlage Vertragsbedingungen, AGB für Personaltrainer

1. Anwendungsbereich

1.1

[Hier deinen Namen einsetzen] oder sein Vertreter / seiner Vertreterin (im folgenden Dienstleister genannt) erstellt für den Kunden im Rahmen der vereinbarten Leistungen ein auf seine Bedürfnisse und Vorstellungen zugeschnittenes Trainingskonzept, das den allgemein anerkannten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht.

1.2

Begleitung und Anleitung des Kunden bei der Durchführung der Personal-Training-Einheiten im Rahmen der vereinbarten Leistungen erfolgt durch den Dienstleister.

1.3

Der Dienstleister kann das Trainingskonzept jederzeit während der Laufzeit des Trainingsvertrages anpassen, soweit der Kunde dies verlangt oder um neuen gesicherten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung zu tragen oder soweit dies erforderlich ist, um einer veränderten Sporttauglichkeit des Kunden zu entsprechen.

1.4

Ist keine andere Vereinbarung getroffen kann die vereinbarte Leistung nur durch den Kunden persönlich in Anspruch genommen werden.

1.5

Die vereinbarte Leistung versteht sich als zeitbestimmte, dienstvertragliche Verpflichtung entsprechend § 611 BGB.

2. Personal-Training, Laktatdiagnostik, Ernährungsberatung

2.1

Die Planung und Durchführung eines Personal-Trainings und/oder Sonderleistungen zwischen dem Kunden und dem Dienstleister werden durch Abschluss eines Trainingsvertrages vereinbart.

2.2

Der Kunde informiert den Dienstleister unverzüglich über etwaige Einschränkungen seiner Sporttauglichkeit, die vor Abschluss des Trainingsvertrages bestehen.

2.3

Der Kunde beantwortet alle Fragen zum derzeitigen/bisherigen Gesundheitszustand und zu trainingsrelevanten Lebensumständen wahrheitsgemäß und vollständig.

2.4

Sonderleistungen werden nach Absprache mit dem Kunden einzeln und schriftlich im Trainingsvertrag aufgeführt.

2.5

Die Dauer einer Personal-Training-Einheit beträgt [Dauer in Minuten einsetzen] Minuten. Kürzere oder längere Trainingseinheiten müssen ausdrücklich vereinbart werden. Die Dauer einer Laktatdiagnostik beträgt ca. [Dauer in Minuten einsetzen] Minuten.

2.6

Art, Umfang und Ort jeder Personal-Training-Einheit und Laktatdiagnostik werden mit dem Kunden abgesprochen. Mögliche Inhalte und Ziele werden vorab in einem Beratungsgespräch mit dem Kunden abgestimmt.

2.7

Der Beginn des sportlichen Trainings ist nur nach einem obligatorischen Check-up durch den Dienstleister möglich.

3. Sonstige Leistungen

3.1

Der Dienstleister steht dem Kunden außerhalb der Trainingseinheiten grundsätzlich von Mo. – Fr. zwischen 8.00 und 22.00 Uhr im Rahmen der vereinbarten Leistung per Telefon und E-Mail zur Verfügung. Hieraus ergibt sich kein Anspruch auf ständige Erreichbarkeit des Dienstleisters.

4. Haftung

4.1

Der Dienstleister haftet dem Kunden gegenüber nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, eine Haftung für Drittverschulden ist ausgeschlossen. Dies gilt für alle Schäden, die der Kunde im Rahmen des Personal-Trainings erleidet.

4.2

Eine Haftungsausschlusserklärung ist vom Kunden zusätzlich zu unterschreiben und gilt als Gegenstand der vertraglichen Vereinbarungen.

4.3

Der Dienstleister haftet nicht über die Erbringung ihrer geschuldeten Leistung hinaus für eine etwaige Nichterreichung des vom Kunden mit der Eingehung des Vertrages verfolgten Zwecks.

4.4

Es besteht eine Berufshaftpflichtversicherung des Dienstleisters, um etwaigen gesetzlichen Haftungsansprüchen des Kunden zu genügen.

4.5

Der Kunde hat sich eigenverantwortlich gegen Unfälle und Verletzungen, die im Rahmen der vereinbarten Leistung auftreten können, zu versichern. Gleiches gilt für den direkten Weg von und zum Ort der Leistungserbringung.

5. Zahlungsbedingungen/Laufzeit

5.1

Der Dienstleister erhält für die nach Punkt 2 dieser Vertragsbedingungen erbrachten Dienstleistungen ein Honorar in der im jeweiligen Stundenpaket/Leistungsdiagnostik angegebenen Höhe. Alle Preise sind Endpreise. Das Honorar ist zu Beginn der Betreuung komplett vorauszuzahlen.

5.2

Der Kunde erhält vom Dienstleister eine schriftliche Rechnung.

5.3

Es gelten die jeweils aktuellen Honorare. Diese sind auf Anfrage erhältlich und stehen auf der Website unter [Hier deine Webseite mit der Honorarübersicht einsetzen]. Der Dienstleister behält sich eine Änderung der Preisgestaltung vor und verpflichtet sich etwaige Änderungen dem Kunden umgehend, mindestens vier Wochen vor Inkrafttreten, schriftlich oder persönlich mitzuteilen.

5.4

Die Laufzeiten für die einzelnen Stundenpakete betragen:
Kennenlernpaket: 3 Monate
Standard: 1 Monat
Plus: 3 Monate
Premium: 6 Monate
Nach Vertragsende verfällt der Anspruch auf noch nicht genutzte Trainingstermine.

6. Sonstige Kosten

6.1

Entstehen aufgrund der gewünschten Leistungsinhalte des Kunden weitere Kosten (Eintrittsgelder, Platzmieten etc.), so sind diese vom Kunden zu tragen.

6.2

Die Kosten für einen Arzt, Physiotherapeuten, Ernährungsberater o. ä., die zur ganzheitlichen Betreuung konsultiert werden, übernimmt der Kunde in Höhe der Abrechnungsmodalitäten des jeweiligen Dienstleisters.

6.3

Werden anderweitige Leistungen (z. B. Kinderbetreuung, Trainingsbetreuung auf Reisen etc.) in Anspruch genommen, so werden vorab gesonderte Tarife vereinbart.

6.4

Kauft der Dienstleister im Auftrag des Kunden Produkte (Sportartikel etc.) ein, so bleibt die Ware bis zur vollständigen Bezahlung durch den Auftraggeber, Eigentum vom Dienstleister.

6.5

Sofern die Einfachstrecke 10 km nicht überschreitet, sind die Fahrtkosten im Honorar inbegriffen. Bei einer Anfahrt von über 10 km Einfachentfernung werden 0,75 € pro gefahrenen Kilometer berechnet.

7. Verhinderung und Ausfall

7.1

Bei Verhinderung verpflichtet sich der Kunde schnellstmöglich, spätestens aber 6 Stunden vor Trainingsbeginn abzusagen. Andernfalls wird das vereinbarte Honorar für die gebuchte Leistung in voller Höhe berechnet.

7.2

Bei Krankheit (Nachweis erforderlich) oder anderweitiger dem Dienstleister rechtzeitig mitgeteilter Abwesenheit werden die nicht in Anspruch genommenen Termine selbstverständlich nachgeholt.

7.3

Sollte die Durchführung eines Personal-Trainings aufgrund unvorhersehbarer Umstände (Wetterverhältnisse etc.) zu gefährlich bzw. unmöglich sein, findet das Personal-Training gegebenenfalls indoor statt oder wird nach Absprache verschoben. Die Entscheidung über die Durchführung wird grundsätzlich einvernehmlich mit dem Kunden getroffen.

7.4

In Ausnahmefällen (Krankheit, Urlaubszeit etc.) kann nach vorheriger Absprache mit dem Kunden ein gleichwertig qualifizierter Trainer die Betreuung übernehmen.

8. Ersatzansprüche

8.1

Bei einer kurzfristigen Trainingsabsage durch den Dienstleister können keine Ersatzansprüche geltend gemacht werden. Bereits gezahlte Trainingseinheiten werden gutgeschrieben.

9. Kündigung vor Ablauf des Vertrags

9.1

Der Kunde kann vom Vertrag zurücktreten, wenn er nicht mehr als 2 Personal-Training-Einheiten des jeweiligen gebuchten Pakets genutzt hat. Jede bis dahin absolvierte Stunde wird dann mit dem Preis eines einzeln gebuchten Personal-Trainings berechnet. In diesem Fall erhält der Kunde eine neue Rechnung per E-Mail zugeschickt, die ursprüngliche Rechnung wird gegenstandslos. Der Kunde erhält den etwaigen Differenzbetrag aus diesen beiden Rechnungen vom Dienstleister erstattet.

9.2

Ab Nutzung von mehr als 2 Personal-Training-Einheiten des jeweiligen gebuchten Pakets hat der Kunde keinen Anspruch auf Rückvergütung der noch nicht genutzten Personal-Training-Einheiten.

9.3

Der Kunde ist ferner zum Rücktritt berechtigt, wenn der Dienstleister mehrfach unentschuldigt zu dem vereinbarten Trainingstermin nicht erscheint. In diesem Fall sind nur die bis zu diesem Zeitpunkt geleisteten Trainingsstunden zu vergüten, wobei ein eventueller Rabatt auf das vom Kunden gebuchte Paket selbstverständlich berücksichtigt wird.

9.4

Sofern der Dienstleister aus unvorhersehbaren Gründen die Zusammenarbeit frühzeitiger beenden muss, erhält der Kunde die noch offenen Einheiten zurückerstattet bzw. bekommt einen gleichwertigen Ersatztrainer vermittelt. Dies geschieht allerdings nur mit dem Einverständnis des Kunden.

9.5

Nach Vertragsende verfällt der Anspruch auf noch nicht genutzte Trainingstermine.

10. Datenschutz

10.1

Die personenbezogenen Daten des Kunden werden vom Dienstleister gespeichert und ausschließlich zur Erfüllung des vorgenannten Leistungsgegenstandes verwendet.

10.2

Die gespeicherten Daten werden auf Wunsch, spätestens aber 24 Monate nach der letzten gebuchten Trainingseinheit gelöscht. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes.

11. Geheimhaltung

11.1

Der Kunde verpflichtet sich, über etwaige Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse vom Dienstleister und dessen Kooperationspartner Stillschweigen zu bewahren, auch über die Beendigung der Rahmenvereinbarung hinaus.

11.2

Der Dienstleister hat über alle im Zusammenhang mit der Erfüllung der Leistungen bekannt gewordenen Informationen des Kunden Stillschweigen zu bewahren, auch über die Beendigung der Rahmenvereinbarung hinaus.

12. Sonstige Vereinbarungen

12.1

Beide Parteien teilen sich alle für die Erfüllung der Rahmenvereinbarung und dieser Vertragsbedingungen relevanten Informationen rechtzeitig mit. Dies gilt für alle verwendeten Kommunikationsmittel (bspw. Telefon, E-Mail).

12.2

Der Dienstleister hat das Recht, auch für dritte Kunden tätig zu werden. Einer vorherigen Zustimmung des Kunden bedarf es hierfür nicht.

12.3

Beide Parteien verpflichten sich zu gegenseitiger Loyalität und werden sich keinesfalls negativ über die Person bzw. Produkte oder Dienstleistungen des anderen äußern oder dessen Ruf und Prestige beeinträchtigen.

13. Schlussbestimmungen

13.1

Änderungen, Ergänzungen und Nebenabreden bedürfen, sofern es in diesen Vertragsbedingungen nicht anders bestimmt ist, zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Die Schriftformerfordernis gilt auch für den Verzicht auf dieses Formerfordernis.

13.2

Sollte eine der vorangehenden Bestimmungen unwirksam oder undurchführbar sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Dies gilt auch im Falle einer Gesamtunwirksamkeit oder Nichtigkeit. Die Parteien verpflichten sich, im Falle einer auch nur teilweisen Unwirksamkeit eine dem wirtschaftlich Gewollten am ehesten entsprechende Lösung zu finden und diese schriftlich in einem neuen Vertragswerk zu fixieren.

13.3

Als Gerichtsstand wird [hier den Ort einsetzen] vereinbart. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Ende der Vorlage AGB / Vertragsbedingungen

Nachdem du den Text der AGB auf deine Bedürfnisse angepasst hast, lass ihn von einem Anwalt gegenlesen. Kostet nicht viel und gibt Rechtssicherheit.

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 9. Jun 2018 @ 8:24 überarbeitet.

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Seit wann wird geklettert?

Entwicklungsgeschichtlich wird wohl schon länger geklettert, als auf zwei Beinen gegangen. Der aktuelle Stand der Wissenschaft ist, dass unsere Vorfahren ihren Lebensraum auf den Bäumen hatten. Erst später wurde der Boden, der aufrechte Gang und der Vorteil der dadurch frei werdenden Hände (für andere Tätigkeiten z. B. Herstellung und Gebrauch von Werkzeugen) von unseren Vorfahren entdeckt.

Definition

Es gibt in der einschlägigen Literatur viele verschiedene Definitionen zu dem Begriff „klettern“. Diese sind alle sehr spezifisch, treffen jedoch meiner Meinung nach nicht den ursächlichen Unterschied zwischen Gehen und Klettern. Denn wo hört Gehen auf und wann fängt Klettern an? Hier ein Erklärungsversuch von mir:

Gehen (und alle Ableger wie Wandern, Joggen etc.) ist eine natürliche Fortbewegungsart, bei der der Vortrieb durch die unteren Extremitäten (Beine und Füße) kommt. Dabei berühren auch nur die Füße den Untergrund.

Auf der Ebene ist das kein Problem. Wird der Weg steiler, wird aber auch das gehen immer schwieriger.

Ab einem bestimmten Punkt müssen die Hände mit hinzugenommen werden, um nicht den Halt zu verlieren und sich weiter fortbewegen zu können. Hier beginnt für meine Begriffe das Klettern.
Klettern ist demnach ebenfalls eine natürliche Fortbewegungsart, bei der im Gegensatz zum Gehen auch die oberen Extremitäten (Arme und Hände) zur Fortbewegung mit zur Hilfe genommen werden.

Klettern als Sport

Wurde Klettern anfangs aus praktischen Erwägungen heraus genutzt (z. B. das erklettern eines Baumes oder eines Felsens zur Ausschau nach Beute oder Fressfeinden) hat sich das Klettern im Laufe der Zeit zu einer Sportart mit diversen Varianten entwickelt. Heute werden zahlreiche Klettervarianten beschrieben.

Alpinklettern

Wird in den Bergen allein oder in einer Seilschaft ausgeführt. Hier können auch viele technische Ausrüstungsgegenstände (technisches Klettern) zum Einsatz kommen.

Technisches Klettern

Beim technischen Klettern wird eine Vielzahl von Hilfsmitteln (Steigklemmen, Leitern, etc.) zur Fortbewegung genutzt. Das technische Klettern wir heute nur noch vereinzelt angewendet.

Freiklettern (Freeclimbing)

Freiklettern beschreibt das Klettern ohne Hilfsmittel zur Fortbewegung. Zum Klettern dürfen nur der Untergrund und der eigene Körper genutzt werden.

Die technischen Hilfsmittel (Seil, Hüftgurt, Sicherungsgerät wie Tube, etc.) dienen lediglich zur Absicherung bei einem Absturz. Freiklettern kann in freier Natur (Fels) und in der Halle durchgeführt werden.

Freiklettern in der Natur im sogenannten Vorstieg.

Foto: © Andrey Bandurenko | fotolia.de

In freier Natur sind die Kletterrouten in der Regel mit Haken im Felsen präpariert, mit deren Hilfe sich der Kletterer sichern kann.

In Kletterhallen werden an sogenannten Kunstwänden Klettergriffe für Hände und Füße zu sogenannten Routen angeschraubt. Dies erlaubt eine sehr kontrollierte Abstufung von Schwierigkeitsgraden der einzelnen Kletterrouten, welche auch für Einsteiger noch gut erkletterbar sind. Dadurch erschließt sich das Hallenklettern einem breiteren Publikum. Zudem ist das Klettern in der Halle nicht von den Wetterbedingungen abhängig.

Moderne und helle Kletterhalle mit Vorstieg Bereich und Toprope Bereich.

Foto The lead and toprope area von Peter Stevens lizensiert unter CC BY 2.0.

Gesichert wird entweder mit Top-Rope oder mit Hilfe eines Seils, in welches der Kletterer sich einbindet und dieses dann beim Klettern in schon vorhandene Haken an der Wand einhängt (Vorstieg).

Bouldern

Bouldern ist kurz gesagt das Klettern in Absprunghöhe und kann ebenso wie das Freiklettern in freier Natur oder in der Kletterhalle betrieben werden.[/vc_column_text][vc_column_text]Hierbei wird ganz auf technische Hilfsmittel zur Fortbewegung und zur Absicherung bei einem Sturz verzichtet. Lediglich Matten zur Dämpfung eines Sturzes (Crashpads) finden Verwendung. Aufgrund der dadurch naturgemäß nur wenige Kletterzüge langen Routen werden diverse Schwerpunkte (z. B. Bewegungsablauf, Fingerkraft, dynamischer Zug, etc.) gesetzt.

Buildering

Buildering entwickelte sich aus dem Bouldern und beschreibt das (meist illegale) Klettern an Gebäuden. Legales Buildering findet an zu Kletteranlagen umfunktionierten Gebäuden statt.

Free Solo

Beim Free Solo wird wie beim Bouldern auf alle Formen von technischen Hilfsmitteln zur Fortbewegung und zur Absicherung bei einem Sturz verzichtet. Im Unterschied zum Bouldern wird dabei auch in großen Höhen geklettert. Ein Fehler, welcher zum Absturz führt, kann dadurch tödlich enden.
Beim Deep-Water-Soloing (DWS) wird zumindest über tiefem Wasser geklettert, welches einen Sturz auffängt.

Sicherungstechniken beim Begehen von Kletterrouten

Top-Rope

Bild:  © Oliver Weber  | fotolia.de


Beim Top-Rope-Klettern verläuft das Sicherungsseil über eine Umlenkung am oberen Ende der Route, so das immer zwei freie Seilenden zum Boden reichen.

Mit einem Seilende bindet sich der Kletterer in seinen Klettergurt ein. Das andere Seilende befestigt der Sichernde über ein Sicherungsgerät an seinem Klettergurt.

Der Kletterer und der Sichernde sind nun über eine Umlenkung über das Seil verbunden, wobei dieses von oben kommt.

Daher auch der Begriff Top-Rope (top = englisch für oben).

Top-Rope wird häufig in Kletterhallen angewendet und ist besonders für Anfänger geeignet.

Vorstieg

Vorstieg - Die populärste Sicherungstechnik beim Freiklettern am Naturfelsen.

Bild:  © Oliver Weber  | fotolia.de


Das Klettern im Vorstieg ist weitaus anspruchsvoller und eignet sich hauptsächlich für das Klettern am Naturfels und/oder in Überhängen.

Der Kletterer bindet sich das Sicherungsseil noch am Boden stehend mit einem Knoten (z. B. Achterknoten) an seinem Hüftgurt fest.

Der Sichernde befestigt das freie Ende des Seils mittels eines Sicherungsgerätes (z. B. Tube) an seinen Hüftgurt.

Der Kletterer und der Sichernde sind nun direkt über das Seil verbunden.

Der Sichernde gibt dem Kletternden nach und nach Seil aus, damit dieser das Seil in regelmäßig vorhandene Zwischensicherungen (Ringe, Karabiner) einhängen kann.

Nachstieg

Der Nachstieg kommt bei Mehrseillängenrouten mit mehreren Kletterern zum Einsatz.

Bild:  © Oliver Weber  | fotolia.de


Der Nachstieg kommt bei Mehrseillängenrouten mit mehreren Kletterern zum Einsatz.

Hierbei steigt der erste Kletterer vor (= Vorstieg).

Hat der erste Kletterer einen zum sichern geeigneten Standplatz erreicht, steigt der zweite Kletterer nach (= Nachstieg).

Hierbei kommt das Sicherungsseil wie beim Top-Rope Klettern von oben.

Der zweite Kletterer löst beim Aufstieg nach und nach das Seil aus den Zwischensicherungen.

Schwierigkeitsgrade Freiklettern

Leider gibt es keine einheitliche Einteilung der Schwierigkeitsgrade beim Freiklettern. Fast jedes Land hat seine eigene Einteilung.

Das nachstehende Bild beinhaltet neben der Aufteilung nach UIAA (= Union Internationale des Associations d’Alpinisme) eine tabellarische Übersicht der Schwierigkeitsgrade im Freiklettern folgender Länder: USA, Frankreich, Österreich, Großbritannien und Deutschland.

Eine tabellarische Übersicht der Schwierigkeitsgrade im Freiklettern der verschiedenen Länder.

Eine tabellarische Übersicht der Schwierigkeitsgrade im Freiklettern der verschiedenen Länder.

Beim Bouldern haben sich wiederum 2 andere Einteilungen aus Frankreich und den USA eingebürgert:

Bouldergrade Tabelle 1
F Fb1-2 Fb 3 Fb 4a Fb 4b Fb 4c Fb 5a Fb 5b
USA VB- VB V0- V0 V1 V2 V3
Bouldergrade Tabelle 2
F Fb 5c Fb 6a Fb 6a+ Fb 6b Fb 6b+ Fb 6c Fb 6c+
USA V4 V5 V6 V7 V8 V9 V10
Bouldergrade Tabelle 3
F Fb 7a Fb 7a+ Fb 7b Fb 7b+ Fb 7c Fb 7c+ Fb 8a
USA V11 V12 V13 V14 V15 V16

Für Android Smartphones gibt es zudem eine App mit dem Namen Klettern Converter. Folgende Regionen werden umgerechnet: YDS (USA) – British – Französisch – UIAA – Saxon – Ewbank – Finnisch – Norwegisch – Brasilianische – Kurtyki (Polen) – Verm – Fountainbleau.

Klettertechniken

Es gibt gefühlt unendlich viele Videos zu Klettertechniken. Hier habe ich exemplarisch 2 der besseren Videos für euch rausgesucht:

Die folgenden Videos sind eingebettete Videos. Erst beim abspielen eines Videos werden Daten an den Anbieter gesendet. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Vor dem starten der Videos kannst die Einbettung mit dem Button komplett deaktivieren. Das Video startet dann in einem neuen Browserfenster direkt auf der Webseite des Anbieters.

Frontalklettern

Wie der Name schon sagt, der Körper ist frontal an der Wand. In der 3-1 Technik behalten 3 Extremitäten ihren Griff/Tritt, während eine Extremität einen neuen Griff/Tritt aufsucht.

Eindrehen

Hier dreht der Körper mit einer Seite zur Wand. Wir häufig verwendet um einen Griff zu erreichen, welcher mit Frontalklettern nicht so leicht erreichbar ist.

Mir persönlich gefällt der Blog von Guido Köstermeier sehr gut. Tonnenweise Infos zum Thema klettern!

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 17. Jun 2018 @ 10:41 überarbeitet.

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