In dieser Kategorie beschreibe ich folgende 8 Leistungstests: Spiroergometrie, Laktatstufentest, MaxLaSS-Test, PWC-Test, Cooper-Test, UKK-Walking-Test, Conconi-Test und IPN-Test.

MaxLaSS“ steht für Maximales Lactate Steady State. Der Test dient dazu, die zuvor errechnete individuelle anaerobe Schwelle (IANS) einer Laktatdiagnostik zu bestätigen, kann aber auch als eigenständiger Test durchgeführt werden.

Ablauf eines MaxLaSS-Tests

  • Der MaxLaSS-Test wir auf dem Gerät (Laufband, Ergometer, etc.) ausgeführt, auf welchen auch der Laktatstufentest ausgeführt wurde.
  • Der Test beginnt mit einer langsamen, stufenweise Aufbelastung (mind. 10 min. pro Stufe) an die Geschwindigkeit / den Widerstand der zuvor ermittelten individuellen anaeroben Schwelle (IANS).
  • Dann 30 min. ohne Aufbelastung Laufen / Radfahren mit Laktatbestimmung alle 5-10 Minuten.

Auswertung des MaxLaSS-Tests

  • Bei einem Anstieg des Laktatwertes von bis zu 0,5 mmol/L oder darunter in den letzten 30 Minuten des Test gilt der MaxLaSS als erreicht.
  • Bei Werten oberhalb 0,5 mmol/L gilt der MaxLaSS als überschritten.

Der MaxLaSS-Test wird häufig dazu verwendet, die Ergebnisse aus einem Laktatstufentest zu verifizieren.

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 7. Jun 2018 @ 22:22 überarbeitet.

Beitrag teilen

Eine Spiroergometrie ist ein Ausdauerleistungstest, welcher vorzugsweise auf einem Ergometer oder Laufband durchgeführt wird. Hierbei trägt der Proband eine Atemmaske, durch welche seine Ausatemgase analysiert werden.

Die Spiroergometrie vom Ursprung bis heute

Den kompletten Artikel „Geschichte der Ergometrie“ mit historischen Fotografien können Sie auf der der Webseite der Spiroergometrie Arbeitsgruppe als PDF- Datei herunterladen.

Anwendung der Spiroergometrie im Sport

Anwendungsschwerpunkte sind die:

  • Kardiologie
  • Pneumologie
  • Leistungsdiagnostik

Entsprechend besitzt diese Methode einen breiten Anwendungsbereich, der vom herzinsuffizienten oder lungenkranken Patienten bis hin zum Hochleistungssportler reicht. Denn neben der Feststellung der Leistungsfähigkeit können auch Trainingspläne für sportliche Aktivitäten erstellt und der Fortschritt von körperlichem Training überprüft und beurteilt werden.

Ablauf einer Spiroergometrie

Der Test für einen Sportler sollte sportartspezifisch erfolgen: Ein Läufer sollte mit einem Laufband, ein Radfahrer mit dem Ergometer getestet werden.

Je nach Fragestellung wird als ergometrische Belastungsform ein stufen- oder rampenförmiges Protokoll auf dem Laufband (Geh- oder Laufbelastung) oder Fahrradergometer gewählt. Anfangsleistung und Steigerungsschritte werden unter individuellen Gesichtspunkten festgelegt.

Die Testperson trägt während des Tests eine dicht sitzende Atemmaske, die mit einem sogenannten Flowmeter versehen ist. Über diese werden in einem Atemgasmessgerät (Spiroergometriegerät) die Atemvolumina bestimmt und Gasproben zur Messung der O2– und CO2– Konzentration entnommen.

Gleichzeitig erfolgt die Registrierung der Herzfrequenz über ein Belastungs-EKG. Bei Bedarf die Messung des Blutdrucks sowie die Bestimmung der Blutlaktatwerte und Blutgaswerte aus dem auf jeder Stufe am Ohrläppchen (oder Finger) entnommenen kleinen kapillaren Blutproben.

Die Dauer der Untersuchung selbst beträgt je nach Fragestellung und Ausdauer der Testperson ca. 15 Minuten. Nach Beendigung des Tests werden alle Daten in einem Computer zusammengeführt und ausgewertet.

Bei dem Test werden sehr viele Daten erhoben, die die Aussagekraft eines herkömmlichen Laktatstufentests weit übersteigt. Aufgrund der Menge und Komplexität der erhobenen Daten bei einer Spiroergometrie ist solch ein Test für einen Hobbysportler übertrieben, da dieser die Daten des Tests nicht signifikant umsetzen kann. Hier reicht ein Laktatstufentest (welcher auch viele relevante Daten liefert und auch von Profisportlern in Anspruch genommen wird) völlig aus.

Was bei einer Spiroergometrie untersucht wird

Bei der Spiroergometrie werden Kreislauf und Atmung (Ventilation) in Ruhe und unter Belastung ermittelt und bewertet.

Kreislauf

  • Blutdruck
  • Puls
  • EKG (u. a. Herzfrequenz)
  • Kreislaufanpassung
  • Blutgase
  • Blutlaktat

Atmung (Ventilation):

  • Atemminutenvolumen (VE)
  • Sauerstoffaufnahme (VO2)
  • Kohlendioxidabgabe (VCO2)
  • Atemfrequenz (AF)
  • Atemtiefe (VT)

Daraus errechnen sich weitere Parameter:

  • Respiratorischer Quotient (RQ = VCO2 / VO2)
  • Atemäquivalent für O2 (AÄO2 = VE / VO2)
  • Atemäquivalent für CO2 (AÄCO2 = VE / VCO2)
  • Atemzugvolumen (AZV = VE / AF)

Damit lassen sich Aussagen über die tatsächliche Leistungsfähigkeit von Herz, Lunge und Kreislauf gewinnen. Zudem kann recht zuverlässig unterschieden werden, ob eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit durch das Herz oder die Lunge verursacht wird. Daneben wird die Spiroergometrie zur Überprüfung des Atemgasaustauschs (Aufnahme von O2, Abgabe von CO2) eingesetzt.

Auswertung einer Spiroergometrie

Heute stehen Gasanalysatoren mit einer Analysezeit von 90 Millisekunden zur Verfügung. Diese versorgen den Tester unermüdlich, genau und reproduzierbar in quasi Echtzeit mit Messwerten. Damit ist eine Erfassung physiologischer Daten Atemzug für Atemzug (breath by breath) möglich.

Zusammen mit den Daten aus dem Kreislauf (Puls, EKG, Blutdruck), der Ventilation (Atemminutenvolumen [AMV], Atemtiefe [VT] und Atemfrequenz [AF]) kommt über 12 – 15 Minuten eine sehr große Datenmenge zusammen.

Diese ist ohne eine sinnvolle und grafische Aufbereitung nicht fassbar und beurteilbar. Dies wird erst durch die Verfügbarkeit schneller Computer mit schnellen Farbdruckern ermöglicht.

Die 9-FG  (ein Blatt mit einer 9-Felder-Grafik) ist ein international akzeptierter Standard zur Dokumentation und Analyse der Vielzahl über eine Belastungsdauer von ca. 15 Minuten erhobenen physiologischen Werte. Atemzug für Atemzug erhobene Parameter zur Kreislauf- und zur Atemregulation werden hier – heutzutage mit schnellen Rechnern und Farbdruckern – nicht nur tabellarisch, sondern vor allem grafisch aufgezeichnet, ähnlich wie wir dies vom EKG her kennen.

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 7. Jun 2018 @ 22:23 überarbeitet.

Beitrag teilen

Francesco Conconi (* 19. April 1935), ist ein italienischer Sportwissenschaftler und Biochemiker und früherer Amateur-Radrennfahrer. Er entwickelte Anfang der 80er Jahre den gleichnamigen Test zur Ermittlung der anaeroben Schwelle (ANS). Ein Grund dafür war, den Rad-Sportlern eine einfache Alternative zum Blutlaktattest zu bieten.

Der Conconi-Test kommt ohne Blutabnahme und aufwendige Atemgasmessung aus, da er die aerobe Leistungsfähigkeit anhand des Verhaltens der Herzfrequenz bei steigender Belastung abschätzt. Grundlage des Tests ist die Annahme, dass die Herzfrequenz im aeroben Bereich linear zur Belastung ansteigt.

Die anaerobe Schwelle ist an dem Punkt erreicht, an dem die lineare Beziehung zwischen Herzfrequenz und Belastung in eine flachere Kurve übergeht. Die Kurve also – bildlich gesprochen – einen Knick nach unten nimmt. Dieser Knickpunkt wird als Deflexionspunkt bezeichnet.

Der Conconi-Test ist mit relativ einfachen Mitteln durchführbar. Allerdings sind die Test-Ergebnisse so individuell, das sie nicht allgemein geltend gemacht werden können wie z.B. die Bewertungstabellen bei einem PWC-Test.

Das Ablesen des Deflexionspunktes ist meist sehr ungenau. Dazu braucht es einen erfahrenen Tester.[/vc_column_text][vc_column_text]Für eine gründliche Leistungsdiagnostik stehen heute zeitgemäße Leistungstests wie der Laktatstufentest und die Spiroergometrie zur Verfügung. Diese sind im Testaufbau und -Ablauf dem Conconi-Test sehr ähnlich, liefern jedoch ungleich verlässlichere und allgemeingültige Werte.

Die Leistungsdiagnostik bildet nur einen Rahmen der Trainierbarkeit. Eine individuelle Trainingsplanerstellung unter Beachtung der jeweiligen Konstitution und Kondition des Sportlers / der Sportlerin sind mit entscheidend für ein langfristiges und erfolgreiches Training.

Vorteile eines Conconi-Test

  • Wenig Equipment nötig.
  • Blutabnahme entfällt.
  • Atemgasanalyse entfällt.
  • Einfach durchführbar.

Nachteile eines Conconi-Test

  • Hohe Fehleranfälligkeit.
  • Tester braucht viel Erfahrung.
  • Anaerobe Schwelle wird nur geschätzt.
  • Sonst keine weitere Auswertung.

Durchführung und Auswertung des Conconi-Test

Conconi entwickelte den Test damals für Radsportler. Daher wurde der Test auch grundsätzlich auf dem Rad durchgeführt. Allerdings wird der Conconi-Test heute auch im Laufsport angewendet.

Die 2 Varianten des Conconi-Test

Exemplarisch dargestellt anhand eines Tests auf einem Fahrradergometer. Die Auswahl der – je nach Testvariante – in Frage kommenden Testparameter (Belastung zu Beginn des Tests, Dauer der Belastungsstufen, Belastungserhöhung pro Stufe) sind abhängig von der jeweiligen individuellen Leistungsfähigkeit der Testperson.

Conconi-Test Variante 1
  • Basiert auf einer gleichmäßigen, stufenweise Erhöhung der Belastung und Belastungsdauer pro Stufe.
  • Die Belastung ist zu Beginn moderat (z.B. 50 Watt) und wird mit jeder Stufe um einen festen Wert erhöht (z.B. um 25 Watt).
  • Die einmal gewählte Belastungsdauer (z.B. 2 Minuten) bleibt für alle Stufen über den gesamten Test gleich.

Grafische Darstellung eines Conconi-Tests der Variante 1. © Bernd Stumpp | lizensiert unter CC BY-SA 4.0

Conconi-Test Variante 2
  • Basiert auf einer gleichbleibenden Leistung in jeder Belastungstufe.
  • Die Belastungsdauer pro Stufe verkürzt sich dadurch mit steigender Belastung.
  • Zu Beginn wird der Test wie in der ersten Variante mit z.B. 50 Watt für 2 Minuten gestartet.
  • Die daraus errechnete geleistete Arbeit (50 Watt x 120 Sekunden) beträgt 6000 WS.
  • Aus diesem Wertepaar wird nun eine „Marschtabelle“ erstellt.
LEISTUNG (WATT) ZEIT (MIN:SEK) ARBEIT (WS)
 50  02:00  6.000
 75  01:20  6.000
 100  01:00  6.000
 125  00:48  6.000
 150  00:40  6.000
 175  00:35  6.125
 200  00:30  6.000
 225  00:27  6.075
 250  00:24  6.000
 275  00:22  6.050

In beiden Fällen wird am Ende jeder Belastungsstufe die aktuelle Herzfrequenz notiert. Erst wenn der Proband seine Leistung nicht mehr erhöhen kann, wird der Test beendet = Abbruch durch Erschöpfung/Ausbelastung.

Folgende Punkte müssen dann erfüllt sein:

  • 8 Messpunkte im linearen, (angenommenen) aeroben Bereich
  • Mindestens 3 Punkte über der anaeroben Schwelle, also dort, wo die Kurve bildlich gesprochen einen Knick nach unten macht.
  • Steigerung der Herzfrequenz von mindestens 8 Schlägen pro Stufe

Die bis dahin gemessenen Wertepaare aus Herzfrequenz und Geschwindigkeit werden in ein Diagramm eingetragen und ausgewertet.

Der daraus ermittelte Deflektionspunkt ist dann die Grundlage für das darauf folgende Ausdauer-Trainingsprogramm.

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 7. Jun 2018 @ 22:29 überarbeitet.

Beitrag teilen

Kenneth H. Cooper (* 4. März 1931 in Oklahoma City, US-Bundesstaat Oklahoma) ist ein US-amerikanischer Sportmediziner und ehemaliger Major der US Air Force. Er war in den 1970er Jahren in den USA maßgeblich an der Verbreitung des vorbeugenden Gesundheitssports beteiligt. Cooper promovierte in Medizin. Bekannt wurde er durch sein populärwissenschaftliches Buch Bewegungstraining (1968; Originaltitel: Aerobics).

Cooper entwickelte während seiner Karriere in der US Air Force ein leicht zu benützendes Punktesystem für seine Trainingsmethoden. Im Zuge dessen wurde auch der Cooper-Test entwickelt.

Der von ihm entwickelte gleichnamige Test ist besonders gut geeignet um große Gruppen auf ihre Leistungsfähigkeit hin zu testen (natürlich kann den Cooper-Test auch jeder für sich alleine machen). Das gelingt besonders einfach, da die gesamte Gruppe gemeinsam starten und nach 12 Minuten die zurückgelegte Strecke für jeden einzeln genommen werden kann.

Dazu braucht es lediglich eine Stoppuhr und eine freie Laufbahn. Die nach 12 Minuten zurückgelegte Strecke wird dann durch zählen der Bahnrunden – das geht auf 50 Meter genau – ermittelt. Eine Sportuhr mit GPS ist noch komfortabler, hier wird nach 12 Minuten einfach die gelaufene Distanz abgelesen.[/vc_column_text][vc_column_text]Allerdings zeigt das Ergebnis des Cooper-Tests lediglich den momentanen Stand der Leistungsfähigkeit an. Rückschlüsse für ein gezieltes Training können damit nicht gezogen werden. Hier sollte ein Laktatstufentest bzw. eine Spiroergometrie gemacht werden.

Durch regelmäßige Wiederholung des Cooper-Tests kann jedoch sehr einfach eine Leistungsveränderung dokumentiert werden. Wobei darauf zu achten ist, das die Bedingungen bei allen Tests vergleichbar sind.

Unerfahrene Läufer und/oder Einsteiger sollten auf den Cooper-Test verzichten, da die Gefahr groß ist, sich zu überlasten, was zu gesundheitlichen Schäden führen kann.

Beurteilung des Cooper-Test

Alter in Jahren und gelaufene Distanz in Metern.

Männer
UNTER 30 30-39 40-49 ÜBER 49 BEURTEILUNG
2800 2650 2500 2400 sehr gut
2400 2250 2100 2000 gut
2000 1850 1650 1600 norm
1600 1550 1350 1300 mäßig
weniger weniger weniger weniger schwach
Frauen
UNTER 30 30-39 40-49 ÜBER 49  BEURTEILUNG
2600 2500 2300 2150 sehr gut
2150 2000 1850 1650 gut
1850 1650 1500 1350 norm
1550 1350 1200 1050 mäßig
weniger weniger weniger weniger schwach
Kinder und Jugendliche
ALTER SCHWACH MÄSSI NORM GUT SEHR GUT AUSGEZEICHNET
7 1000 1300 1600 2000 2400 2600
8 1050 1350 1650 2050 2450 2650
9 1100 1400 1700 2100 2500 2700
10 1150 1450 1750 2150 2550 2750
11 1200 1500 1800 2200 2600 2800
12 1250 1550 1850 2250 2650 2850
13 1300 1600 1900 2300 2700 2900
14 1350 1650 1950 2350 2750 2950
15 1400 1700 2000 2400 2800 3000
16 1450 1750 2050 2450 2850 3050
17 1500 1800 2100 2500 2900 3100
18 1550 1850 2150 2550 2950 3150

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 7. Jun 2018 @ 22:31 überarbeitet.

Beitrag teilen

Der Laktatstufentest ist ein Ausdauerleistungstest. Hierbei wird der Proband auf einem geeigneten Ergometer oder Laufband stufenweise aufbelastet. Am Ende jeder Stufe wird aus dem Finger oder dem Ohrläppchen ein kleiner Tropfen Blut zur Bestimmung des Laktats entnommen.

Vorteile des Laktatstufentest

Kein Halbwissen mehr – erhalten Sie genaue Informationen zur effektiven und zielgerichteten Steuerung Ihres Trainings.

  • Optimale Kontrolle über Ihre Leistungsentwicklung durch effektive Trainingsplanung.
  • Objektive Übersicht der Trainingserfolge durch Leistungsvergleich vorher – nachher.
  • Mit Sicherheit im idealen Herzfrequenzbereich trainieren durch eine genaue Bestimmung Ihrer Trainings- / Stoffwechselbereiche.
  • Gesundes, nachhaltiges Trainieren durch Vermeidung eines Übertrainings.

Vor dem Laktatstufentest

Folgendes ist zu beachten, da ansonsten die Messung negativ beeinflusst wird.

  • Am Tag vor dem Test und am Testtag selbst darf nicht trainiert werden!
  • Ausschlafen! Keine Partys / Alkoholkonsum am Abend vor dem Test!
  • Die letzte Mahlzeit sollten Sie 3 Stunden vor dem Test einnehmen! Wenn Sie vor Ihren normalen Trainingseinheiten einen Snack zu sich nehmen, dürfen Sie das auch vor dem Test.
  • 2-3 Stunden vor dem Test kein Koffein, Nikotin, Alkohol, Fruchtsäfte oder andere gezuckerte Getränke zu sich nehmen!

Besprechung und Check-up

Zu Beginn wir ein kurzes Gespräch geführt.

  • Wie schätzt der Proband seinen momentanen Leistungsstand ein.
  • Wie oft in der Woche und bei welcher Herzfrequenz wurde bislang trainiert.
  • Persönliche Ziele und Wünsche.
  • Allgemeiner Gesundheitszustand
  • Risikofaktoren (Herz-Kreislauf-Probleme, Medikamente, etc.)

Zusätzlich werden auch anthropometrische Daten wie z. B. dokumentiert.

  • Größe und Gewicht
  • Blutdruck
  • Ruhepuls
  • Blutzucker
  • BMI
  • Körperfett und Skelettmuskelmasse etc.

So wird die Entwicklung der Leistungsfähigkeit objektiviert und auch über einen längeren Zeitraum nachvollziehbar gemacht.

Ablauf des Laktatstufentest

Bestimmung der Laktatwerte in den einzelnen Belastungsstufen mittels Blutentnahme am Finger / Ohrläppchen.

Die Testperson beginnt in die Pedale zu treten und ich achte dabei auf eine gleichbleibende Trittfrequenz. Auch die Körperposition auf dem Ergometer sollte nicht erheblich verändert werden. Jetzt erfolgt eine kontinuierliche, stufenförmige Steigerung der Belastung bis zur Ausbelastung.

Am Ende jeder Belastungsstufe wird mit einer Blutabnahme aus dem Ohrläppchen oder Finger der Blutlaktatwert bestimmt. Parallel dazu wird die Herzfrequenz gemessen und notiert.

Auswertung und Nachbesprechung

Bestimmung der individuellen anaeroben Schwelle (IANS), Ausarbeitung eines persönlichen Trainingsplanes.

Aus den Testdaten wird eine Herzfrequenz-Laktat-Kurve erstellt, das heißt, die Laktatkonzentration wird in Bezug zur Leistung bzw. Belastung gesetzt. Aus der Kurve können nun die aerobe und die individuelle anaerobe Schwelle (IANS) der Testperson ermittelt werden.[/vc_column_text][vc_column_text]

Auswertung eines Laktatstufentest mit der Software winlactat.

Auswertung eines Laktatstufentest mit der Software winlactat der Firma mesics.

Der Bereich der IANS (individuelle anaerobe Schwelle) bezeichnet hierbei die höchstmögliche Belastungsintensität, welche noch ohne zunehmende Übersäuerung aufrechterhalten werden kann.

Aufgrund dieses Wertes lassen sich u. a. die individuellen Trainingsbereiche ableiten und dadurch eine effiziente und gesunde Leistungssteigerung erreichen. Mehr Informationen unter Laktatstufentest vs. Faustformel.

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 7. Jun 2018 @ 22:32 überarbeitet.

Beitrag teilen

Der UKK-Walking-Test (benannt nach Urho Kaleva Kekkonen, finnischer Präsident 1956-1981) ist ein zügiges Walken auf ebener Strecke über 2 km.

Zweck des UKK-Walking-Tests

Der Test berechnet die Leistungsfähigkeit des Herzkreislaufsystems. Folgende Parameter werden dabei mit einbezogen:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Körpergröße
  • Körpergewicht
  • Benötigte Zeit für die 2-km-Strecke
  • Herzfrequenz

Aus diesen Parametern wird mittels einer Formel ein sogenannter Walkingindex (WI) errechnet.

Für wen der UKK-Walking-Test geeignet ist

  • Grundsätzlich kann jeder ab 16 Jahren diesen Test durchführen.
  • Aufgrund der relativ moderaten Belastung ist er jedoch gerade für Einsteiger gut geeignet, um eine erste Einschätzung zu erhalten.
  • Zudem ist der Test sehr leicht durchführbar und wiederholbar.
  • Einsteiger sollten sich ärztlich untersuchen lassen, bevor sie den UKK-Walking-Test durchführen.

Vorbereitung auf den UKK-Walking-Test

  • Ein Tag vor dem Test sollten Sie alkoholische Getränke und körperliche Anstrengung vermeiden.
  • Vor dem Test keine schwere Mahlzeit zu sich nehmen und das Rauchen so gut es geht einschränken.
  • Tragen Sie bequeme, der Witterung angemessene Trainingsbekleidung / Trainingsschuhe.
  • Vor dem eigentlichen Test achten Sie darauf, sich mit etwas Gymnastik und einigen Minuten lockeren Walking aufzuwärmen.

Ablauf des UKK-Walking-Test

  • Walken Sie zügig eine 2 km lange ebene Strecke.
  • Walken sie mit schwingenden Armen.
  • Achten Sie darauf, das Sie nicht anfangen zu laufen. Beim Walken berührt immer ein Fuß den Boden.
  • Behalten Sie ein gleichmäßiges Tempo bei; ein Endspurt kann durch eine erhöhte Herzfrequenz ein schlechteres Resultat verursachen.
  • Messen Sie am Ende der Strecke Ihren Puls und Ihre Walkingzeit und notieren Sie diese.

Wenn Sie eine Pulsuhr haben, können Sie die Walkingzeit und Ihre Herzfrequenz auch darauf ablesen. Die meisten Pulsuhren zeigen auch einen Herzfrequenzdurchschnitt an, dieser Wert ist noch besser geeignet.

Auswertung des UKK-Walking-Tests

Die Berechnung des Walkingindex (WI) erfolgt nach folgenden Formeln:

Männer:
WI = 420 + 0.2 * J – 11.6 * min – 0.56 * HF – 2.6 * (BMI = kg / [Größe in m ^ 2])

Frauen:
WI = 304 + 0.4 * J – 8.5 * min – 0.32 * HF – 1.1 * (BMI = kg / [Größe in m ^ 2])

J = Alter in Jahren.

min = Walking-Zeit in Minuten.

HF = Herzfrequenz.

Errechneter BMI = Body-Mass-Index.

kg = Körpergewicht.

Größe = Körpergröße im Meter.

Rechenbeispiel für einen 1,78 Meter großen, 65 jährigen Mann mit einem Körpergewicht von 91 kg. Dieser Mann hat die Walking Strecke in 15 min. und 30 sek. absolviert. Seine durchschnittliche Herzfrequenz betrug 152 Schläge/min.

WI = 420 + 0.2 * 65 – 11.6 * 15,5 – 0.56 * 152 – 2.6 * (91 / [1,78 ^ 2])

Zuerst wird hier die Klammer gerechnet:

WI = 420 + 0.2 * 65 – 11.6 * 15,5 – 0.56 * 152 – 2.6 * (91 / 3,1684)

WI = 420 + 0.2 * 65 – 11.6 * 15,5 – 0.56 * 152 – 2.6 * 28,72

Jetzt muss das Produkt berechnet werden (”Punkt- vor Strichrechnung”):

WI = 420 + 13 – 179.8 – 85,12 – 74,67

Aus dem Rest ergibt sich folgender Wert:

WI = 93,41

Beurteilung der UKK-Walking-Test Ergebnisse

Die Beurteilung der Fitness erfolgt über den errechneten Walkingindex:

Walking Index < 70 70 – 89 90 – 109 110 – 130 > 130
Beurteilung sehr schwach schwach mittel gut sehr gut

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 8. Jun 2018 @ 15:32 überarbeitet.

Beitrag teilen

Mit einem PWC-Test (PWC = Physical Working Capacity) wird die mechanische Leistungfähigkeit (angegeben in Watt) eines Menschen bei einer fest definierten Herzfrequenz (130, 150, 170, max.) errechnet.

Für eine erste Einschätzung der Ausdauerfähigkeit bei durchschnittlich trainierten Menschen ist der PWC-Test recht gut geeignet.

Zumal der PWC-Test auch von Laien sehr einfach ausgeführt werden kann. Des Weiteren ist mit einem Wiederholungstest mit wenig Aufwand die Leistungssteigerung (in Watt / kg Körpergewicht) der Testperson feststellbar.

Gegen heutige Analyseverfahren (z. B. Laktatstufentest und die Spiroergometrie), welche immer einfacher in ihrer Anwendung werden, kann der PWC-Test allerdings nicht bestehen.

Der Bewertungsnormen (siehe Tabelle weiter unten) des PWC-Tests stützten sich auf Vergleichswerte von tausenden Tests, welche in den letzten Jahrzehnten erhoben wurden.

Weiterhin wird zu Beginn des Tests mit der vermuteten Leistungsfähigkeit der Testpersonen und postulierten maximalen Herzfrequenzen (Faustformel 220 – Lebensalter) gearbeitet. Genau hier ist der Haupt-Schwachpunkt des PWC-Test.

  • Faustformeln halten keiner gewissenhaften Prüfung stand. Das ist, als müssten Sie sich zwischen der Kleidergröße XXS, L und XXL entscheiden. Was ist, wenn Sie nicht zufällig eine dieser 3 Kleidergrößen haben?
  • Der PWC-Test berücksichtigt nicht das individuelle Leistungsvermögen.
  • Die Ausdauerleistungsfähigkeit eines hochpulsenden Menschen wird unterschätzt.
  • Ein sogenannter „Niedrigpulser“ sowie stark ausdauertrainierte Personen werden überschätzt.

Vorteile und Nachteile des PWC-Test in Stichpunkten

Vorteile

  • Relativ wenig Zeitaufwand.
  • Einfache Ausführung.
  • Wenig Arbeitsaufwand.
  • Benötigt nur Ergometer und Pulsuhr.
  • Leistungssteigerung gut feststellbar.

Nachteile

  • Berücksichtigt nicht das individuelle Leistungsvermögen.
  • Herzfrequenzzonen können dadurch nicht direkt ermittelt werden.
  • Blut- und Atemgaswerte werden nicht ermittelt.

Für ein zeitgemäßes, genaues und effektives Trainingsmanagement – gerade auch für Freizeit- und Hobbysportler –  sollte eine individuelle Leistungsdiagnostik durch z. B. einen Laktatstufentest oder eine Spiroergometrie erfolgen.

Sie möchten den PWC-Test bei sich daheim durchführen? Hier können Sie sich kostenlos ein PWC-Test-Protokoll im PDF-Format herunterladen.

Wann ein PWC-Test sinnvoll ist

Einsatz der verschiedenen Varianten und Schemata des PWC-Test für die jeweiligen Zielgruppen.
Der Test macht Aussagen über das Ausdauerleistungsvermögen der jeweiligen Person. Um nicht für jedes Alter die entsprechende Herzfrequenz bestimmen zu müssen (z. B. mit einem Laktatstufentest), hat es sich bewährt, 3 Varianten des PWC-Test zu benutzen. Mit diesen wird erfahrungsgemäß annähernd der jeweils submaximale Bereich für die verschiedenen Altersgruppen getroffen:

Die 3 Varianten des PWC-Test

PWC 130

Für Personen bis 50 Jahre oder Leistungsschwache bis 40 Jahre.

PWC 150

Der gebräuchlichste Test. Für Personen zwischen 31 und 50 Jahren.

PWC 170

Für Personen bis 30 Jahre auch Leistungsstärkere unter 40 Jahre.

Dabei bedeutet z. B. PWC 150, dass die Belastung so lange gesteigert wird, bis in einer Belastungsstufe die Herzfrequenz von 150 überschritten wird.

Im Bereich der Fitness und es Ausdauersports haben sich folgende 2 Testschemata bewährt:

Die 2 Testschemata des PWC-Test

WHO-Schema

(Welt-Gesundheits-Organisation: 25-Watt-Standard-Test) für Sportler/innen mit vermutlich geringer Leistungsfähigkeit.

BAL-Schema

(Bundesausschuss Leistungssport: 50-Watt-Test) für Sportler/innen mit vermutlich starker Leistungsfähigkeit.

Üblicherweise finden diese Tests auf einem geeigneten Fahrradergometer mit integrierter und EKG-genauer (mit Brustgurt) Herzfrequenzmessung statt. Dadurch wird eine verlässliche Steigerung des Widerstands am Ergometer sowie eine korrekte Herzfrequenzmessung sichergestellt.

Weiterhin ist auf die Einhaltung einer gleichbleibenden Trittfrequenz (Kadenz) sowie Körperhaltung während der Tests zu achten. Die korrekte Sitz- und Lenkerposition Position auf dem Fahrrad wird vom Personal-Trainer überprüft.

Vorbereitung und Durchführung eines PWC-Test

Um die Testperson einschätzen zu können und Überlastungen auszuschließen ist vor dem Test eine Befragung unerlässlich.

Die Testperson sollte vor dem Test einen Arzt konsultieren, falls eine oder mehrere der folgenden Faktoren auf sie zutreffen:

  • Älter als 35 Jahre und länger als 6 Monate körperlich bzw. sportlich inaktiv?
  • Starker Raucher (> 15 Zigaretten pro Tag)?
  • Herz-Kreislauf-Erkrankung
  • Bluthochdruck
  • Tachykardie (=erhöhter Puls): Ruhepuls über 90 Schlägen/Minute?
  • COPD
  • Einnahme von Herz-Kreislauf-Medikamenten (bes. Beta-Blocker)
  • Aktueller Infekt (Erkältung, grippaler Infekt, etc.)

Grundsätzlich ist zu empfehlen, dass die Testperson vor Aufnahme eines (Ausdauer) Trainings bzw. vor Durchführung eines Tests Ihren Arzt konsultiert.

Durchführung des PWC-Test

Ähnlich wie bei einem Conconi-Test wird die Testperson auf einem Ergometer einer stufenweise ansteigenden Belastung ausgesetzt.

  • Die Belastung wird bis zu einer vorher festgelegten Herzfrequenz allmählich gesteigert.
  • Das Schema (WHO oder BAL) richtet sich dabei nach der vermutlichen Leistungsfähigkeit der Testperson.

Bei leistungsschwächeren Personen

Beginn mit 25 Watt, Steigerung der Belastung stufenweise um 25 Watt alle 2 Minuten (bei sehr leistungsschwachen Personen sind auch Steigerungen um 15 Watt möglich).

Bei leistungsstarken Personen

Beginn mit 50 Watt (bei sehr leistungsstarken und sportlichen Personen (vorwiegend Männer) kann man auch mit 100 / 150 Watt beginnen) Steigerung der Belastung um 50 Watt alle 3 Minuten.

  • Am Ende jeder Belastungsstufe werden Leistung und Puls der Person gemessen und in ein Protokoll eingetragen.
  • Die Stufe, in der der Zielpuls überschritten wird, wird bis zum Ende des Belastungsintervalls absolviert.
  • Der dann tatsächlich erreichte Pulswert wird in ein Protokoll eingetragen.
  • Erst danach wird die Belastung beendet.
  • Aus der maximal erreichten Herzfrequenz leitet sich ab, welche Variante des Tests durchgeführt wurde, z. B. PWC 150 (= Leistungsfähigkeit bei Puls 150).
Diagramm eines fiktiven PWC-Tests einer leistungsstarken Person nach dem BAL-Schema mit den einzelnen Messpunkten (MP) und den errechneten PWC Werten.

Diagramm eines fiktiven PWC-Tests einer leistungsstarken Person nach dem BAL-Schema mit den einzelnen Messpunkten (MP) und den errechneten PWC Werten.

Hier noch einmal alle Messwerte im Überblick:

 Messpunkte  MP1 MP2 MP3 MP4 MP5 MP6 MP7 MP8
 Watt  50  100  150  200  250 300  350  400
 Herzfrequenz  60 72 85 100  117  135  157  182

Formel zur exakten Berechnung der Leistung

Die Formel zur Berechnung lautet:

P = W1 + (W2 – W1 ) * (P – P1) / (P2 – P 1)

P  ist der gesuchte bzw. angestrebte Zielpuls (130, 150 oder 170).
W1 = Wattleistung am MP unter dem Zielpuls
W2 = Wattleistung am MP über dem Zielpuls
P1 = Pulswert am MP unter dem Zielpuls
P2 = Pulswert am MP über dem Zielpuls

Rechenbeispiel für PWC 150

 

Setzt man die Zahlen aus der Tabelle des fiktiven PWC-Tests in die Formel ein, so ergibt sich für den PWC 150:

PWC 150 = 300 + (350 – 300) * (135– 150) / (157 – 135)

Die Werte in Klammern werden zuerst berechnet:

PWC150 = 300 + 50 * 15 / 22

Nun das Produkt berechnen (”Punkt- vor Strichrechnung”):

50 * 15 / 22 = 34

Diesen Wert mit 300 addieren:

PWC150 = 300+ 34 = 334

Die Testperson hatte ein Körpergewicht von 72 kg.

334 / 72 = 4,6

Die relative Leistungsfähigkeit für den PWC 150 Test beträgt damit 4,6 Watt pro kg Körpergewicht.

Interpretation, Aussagekraft und Bewertungstabellen für den PWC-Test

Was die ermittelten Werte über die individuelle Belastbarkeit aussagen.

Grundsätzlich gilt:

Je schneller der Puls bei vergleichbaren Belastungen steigt, umso schwächer ist die Herz-Kreislauf-Leistungsfähigkeit; je langsamer der Puls steigt, umso größer die Leistungsfähigkeit.

Die Herzfrequenz ist jedoch von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, dadurch ist die Leistung bei einer bestimmten Herzfrequenz nicht 100 % aussagekräftig. Ein „hochpulsender“ Mensch wird unterschätzt und ein „niedrig pulsender“ Mensch (z. B. ein stark Ausdauertrainierter) überschätzt.

Dennoch lässt sich am PWC170 in etwa der aktuelle Trainingszustand ablesen und durch regelmäßige Wiederholungen des Tests Fortschritte im Trainingsprozess beobachten. Trainierende Personen können ihren PWC-Wert in der Regel um über 50 %-70 % steigern.

Es wird oft auch der Relativwert „Watt pro kg Körpergewicht“ gebildet, welcher eine gute Aussage über die Leistungsfähigkeit in körpermasseabhängigen Sportarten macht. Hier haben nun wiederum kleinere Personen tendenziell bessere Maximalwerte, da sie u. a. auch durch das Training selbst deutlich leichter sind.

Bewertungstabellen

Bewertungstabellen der relativen Leistungsfähigkeit (Watt / Kg) für Männer und Frauen für die 4 PWC-Test Varianten.

PWC 130

Männer Frauen Bewertung
 bis 1,09  bis 0,99 schwach
 1,1 – 1,49  1,0 – 1,29  mäßig
 1,5 – 1,89  1,3 – 1,59  norm
 1,9 – 2,39  1,6 – 1,99  gut
 2,4 – 2,89  2,0 – 2,49  sehr gut
 ab 2,9  ab 2,5  ausgezeichnet

PWC 150

Männer Frauen Bewertung
bis 1,49 bis 1,19 schwach
1,5 – 1,99 1,2 – 1,59  mäßig
2,0 – 2,49 1,6 – 1,99  norm
2,5 – 2,99 2,0 – 2,49  gut
3,0 – 3,49 2,5 – 2,99  sehr gut
ab 3,5 ab 3,0  ausgezeichnet

PWC 170

Männer Frauen Bewertung
bis 1,99 bis 1,59 schwach
2,0 – 2,49 1,6 – 1,99  mäßig
2,5 – 2,99 2,0 – 2,39  norm
3,0 – 3,49 2,4 – 2,89  gut
3,5 – 3,99 2,9 – 3,39  sehr gut
ab 4,0 ab 3,4  ausgezeichnet

PWC max.

Männer Frauen Bewertung
bis 2,49 bis 2,09 schwach
2,5 – 2,99 2,1 – 2,59  mäßig
3,0 – 3,49 2,6 – 2,99  norm
3,5 – 4,09 3,0 – 3,49  gut
4,1 – 4,59 3,5 – 3,79  sehr gut
ab 4,6 ab 3,8  ausgezeichnet

Gegenüberstellung PWC-Test – Laktatstufentest

Vor- und Nachteile des PWC-Test im Vergleich zu einem Laktatstufentest.

Eine von mir getestete Person (m/44)  hatte im Laktatstufentest auf einem Fahrradergometer seine IANS bei einem Blutlaktatwert von 3,67 mmol/l. Dazu eine Herzfrequenz von 126 Schlägen pro Minute und einem Widerstand von 141,1 Watt.

Auf Basis der Schätzungen, die man vor einem PWC-Test macht, hätte man sich vermutlich für einen “submaximalen” PWC150-Test entschieden.

Doch wie die Auswertung des Laktatstufentests gezeigt hat, lag der Laktatwert bei 150 Puls schon bei über 7 mmol/l. Dieser Wert liegt deutlich über der IANS und über dem GA2 Bereich! Ob das noch als submaximal zu bezeichnen ist, darf bezweifelt werden.

Diese Testergebnisse sprechen für sich und lassen den Schluss zu, dass der PWC-Test zum ermitteln der individuellen Leistungsfähigkeit nicht unbedingt die erste Wahl sein sollte.

Gründe für einen Abbruch des PWC-Test

Gesundheit geht vor! Eine Liste mit Abbruchkriterien.

Grundsätzlich sollte nur bis in den submaximalen Bereich getestet werden, um gesundheitliche Risiken zu minimieren! Dabei kommt es auch schon einmal vor, dass ein Test vorzeitig abgebrochen werden muss.

Mögliche Gründe hierfür können sein:

  • Unwohlsein der Testperson (Schwindel, starke Müdigkeit, Erschöpfung).
  • Stark abfallende Herzfrequenz,
  • Stark absinkender Blutdruck,
  • Zu schnell steigender Blutdruck (über 200 mm/Hg, bevor 200 Watt – Lebensalter erreicht wurden).

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 8. Jun 2018 @ 15:30 überarbeitet.

Beitrag teilen

Der IPN-Test (benannt nach dem Institut für Prävention und Nachsorge in Köln) wird seit 1994 eingesetzt. Er versteht sich als alternative zum PWC-Test. Seine Vorteile sind – laut Institut – der Verzicht auf eine Ausbelastung und eine differenzierte Zuweisung (über Vergleichstabellen mit Alter, Ruhepuls und Trainingszustand) eines zu dem Probanden passenden Belastungsschemas.

Ablauf eines IPN-Tests

Der Ablauf ist dem eines PWC-Test oder Laktatstufentest ähnlich. Es erfolgt eine stufenweise Aufbelastung nach einem zuvor ausgewähltem Schema auf einem Fahrradergometer, Laufband, o.ä.

 

Der IPN-Test erfreut sich zunehmender Popularität, sagt man ihm doch nach, das er genauer als ein PWC-Test sein soll. Dazu lesen Sie die 16-seitige Dokumentation im PDF Format der Seite www.cardiotest.net. Diese Seite ist bei genauer Betrachtung eine Shop Seite zum Verkauf einer IPN-Software.

Eine unabhängige, 39-seitige Diplomarbeit von Jeannine Engel und Bernhard Senn der Feusi Physiotherapieschule Bern von 2003 geht weitaus kritischer mit dem IPN-Test um.

Zitat aus der Diplomarbeit:

Es können keine exakten Vorgaben für ein präventives Herzkreislauftraining, wie das der IPN-Test® verspricht, gemacht werden.

Jeannine Engel und Bernhard Senn

Quellenangaben

Dokumentation IPN-Test® – Ausdauertest für den Fitness- und Gesundheitssport der Seite cardiotest.net.
Jeannine Engel und Bernhard Senn Empirische Untersuchung zur Ökonomie und Aussagekraft des IPN-Ausdauertests®.

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 10. Jun 2018 @ 9:15 überarbeitet.

Beitrag teilen